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• Samstag, August 17th, 2013

Eng geknüpfte und intelligente Stromnetze der Zukunft benötigen Kupfer

Intelligente Netze braucht das Land: Beim Gelingen der Energiewende werden die sogenannten "Smart Grids" eine wichtige Rolle spielen. - Foto: djd/Deutsches Kupferinstitut

Intelligente Netze braucht das Land: Beim Gelingen der Energiewende werden die sogenannten „Smart Grids“ eine wichtige Rolle spielen. – Foto: djd/Deutsches Kupferinstitut

Auch wenn es vielen Bürgern nicht schnell genug geht: Die Energiewende ist in Gang gekommen, politisch einhellig gewollt und lässt sich daher nicht mehr rückgängig machen. Die Erzeugung von Strom mit Windkraft und Solaranlagen nimmt zu und soll langfristig für eine weitgehende Unabhängigkeit von der Atomkraft, Kohlekraftwerken sowie den endlichen Ressourcen Öl und Gas sorgen. Ein zentraler Aspekt beim Gelingen der Energiewende ist der Ausbau der Stromnetze mit Kupferkabeln. Denn Wind- und Sonnenstrom wird überwiegend dezentral erzeugt und hängt stark von der Witterung und der jeweiligen Tageszeit ab.

Die Vorteile von Kupferkabeln
Die Stromnetze müssen daher enger geknüpft werden, um den dezentral erzeugten Strom besser zu verteilen. Zugleich sollen die Netze als „Smart Grids“ intelligenter werden. So können sie mit den Endgeräten in Haushalten und Unternehmen „kommunizieren“ und sie so steuern, dass sie nach Möglichkeit vor allem dann laufen, wenn etwa bei Sonnenschein viel Strom zur Verfügung steht und günstig ist. Während sichtbare Überlandleitungen oft aus leichteren, aber deutlich weniger leitenden Aluminium-Werkstoffen gefertigt werden, bietet Kupfer zwei Vorteile: Zum einen ist die Leitung von Strom über weite Strecken weitaus verlustärmer. Zum anderen werden Kupferkabel erdverlegt, was zu einer höheren Akzeptanz bei den Anwohnern führt als die „Verspargelung“ der Landschaft mit Hochspannungsmasten und -leitungen. Zudem ist Kupfer langlebig und in ausreichender Menge vorhanden.

Schlüsselrolle an vielen Stellen

Wind- und Sonnenkraftanlagen erzeugen Energie meist dezentral und müssen deshalb gut vernetzt werden. - Foto: djd/Deutsches Kupferinstitut

Wind- und Sonnenkraftanlagen erzeugen Energie meist dezentral und müssen deshalb gut vernetzt werden. – Foto: djd/Deutsches Kupferinstitut

Neben den Ressourcen im Boden steht Kupfer in wachsender Menge aus Recycling zur Verfügung, eine Wiederverwertung ist ohne Qualitätseinbußen möglich. Nicht nur wegen dieser guten Verfügbarkeit hat Kupfer in Stromleitungen und auch an vielen anderen Stellen der künftigen Energieversorgung eine Schlüsselrolle inne. So können Turbinen in Windkraft- oder Wasserkraftanlagen eine Tonne Kupfer und mehr enthalten, zudem wird das Metall in Solaranlagen eingesetzt.

Elektroautos lieben Kupfer
Noch sind sie Exoten im deutschen Straßenbild, doch mit der verstärkten Erzeugung von Solar- und Windstrom könnten auch Elektromobile schon bald eine interessante Alternative zum Pkw mit Otto- oder Dieselmotor werden. Schon heute könnten Elektroautos mit Solarstrom vom eigenen Dach versorgt werden, künftig sollen sie sogar zum Lastausgleich im Stromnetz beitragen. Rund 25 Kilogramm Kupfer und Kupferlegierungen enthält bereits ein herkömmlicher Pkw, bei einem reinen Elektrofahrzeug wird dieser Anteil stark ansteigen. Informationen gibt es unter www.kupferinstitut.de im Internet.