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• Sonntag, Juli 31st, 2011

Sachverständiger kann Schwachstellen und Verbesserungspotenziale aufdecken

Energieberater

Foto: djd/Bauherren-Schutzbund

Wer einen Energieberater beauftragt, kann Fördergelder vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) im Rahmen des Programms „Vor-Ort-Beratung“ beantragen. Doch was genau kann der Hausbesitzer davon erwarten? Diplom-Ingenieur Jörg Nowitzki, unabhängiger Bauherrenberater des Bauherren-Schutzbund e.V. (BSB): „Der Sachverständige wird in erster Linie eine unabhängige Einschätzung des aktuellen energetischen Zustands eines Gebäudes geben und Empfehlungen aussprechen, welche Verbesserungsmaßnahmen sinnvoll und wirtschaftlich sind.“ Im Unterschied zum Fachhandwerker verfolgt er keine Verkaufsinteressen und arbeitet daher ausschließlich im Interesse des Hauseigentümers.

Hinweise auf Schwachstellen
Zunächst wird sich der Berater vor Ort ein Bild machen und dem Hausherren schon während der Gebäudebegehung erste Hinweise auf Schwachstellen und potenzielle Probleme geben. Dabei berücksichtigt er das gesamte Bauwerk in seiner Komplexität – von der Konstruktion über die Gebäudehülle bis zur eingebauten Heiztechnik, der Heizungsverteilung und der Warmwasserbereitung. Auf Wunsch macht eine Thermografie-Aufnahme anschaulich sichtbar, an welchen Stellen sich die Wärme auf und davon macht. So bleiben auch von außen nicht erkennbare Kältebrücken, wie etwa vermauerte und überputzte alte Fensteröffnungen, nicht unentdeckt. Zusätzlich empfiehlt der Sachverständige in manchen Fällen eine sogenannte Blower-Door-Messung, die Undichtigkeiten der Gebäudehülle offenlegt.

Verbesserungen rechnen sich

Energieberater

Foto: djd/Bauherren-Schutzbund

Die ermittelten Kennwerte des Ortstermins verarbeitet der Energieberater mit einer speziellen Software und erstellt daraus einen Beratungsbericht. Basis dafür sind die aktuelle Energieeinsparverordnung (EnEV) und die darin aufgeführten „DIN“-Normen. Neben dem Ist-Zustand enthält der Bericht Angaben zu verschiedenen möglichen Sanierungsvarianten und Details zu einzelnen Maßnahmen. Damit bekommt der Auftraggeber eine solide Basis für seine Investitionsentscheidung an die Hand. Unter www.bsb-ev.de gibt es weitere Informationen und Adressen von zertifizierten Energieberatern.

 

Fördermittel nutzen
Fördergelder für Modernisierungen gibt es vor allem über die KfW und das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA). Energieberater geben Tipps, welche Programme genutzt werden können. Werden etwa im Rahmen des KfW-Programms „Energieeffizient Sanieren“ energetische Verbesserungen durchgeführt, bedürfen die Maßnahmen der Begleitung durch einen Energieberater. Dafür gibt es aber ebenfalls Geld vom Staat. 50 Prozent der Kosten für die Baubegleitung oder maximal 2.000 Euro steuert die KfW über ihr Programm 431 „Energieeffizient Sanieren – Sonderförderung“ bei.

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